EU-Programme

EU-Programme

Die Hochschule nimmt am Programm ERASMUS+ teil.

Weitere Informationen finden Sie bei folgenden Adressen:

DAAD

ERASMUS+


Erasmus+-Programm

Programm-Überblick

 

Erasmus+ ist das Programm für Bildung, Jugend und Sport der Europäischen Union. In Erasmus+ werden die bisherigen EU-Programme für lebenslanges Lernen, Jugend und Sport sowie die europäischen Kooperationsprogramme im Hochschulbereich zusammengefasst. Das Programm enthält drei Leitaktionen:

Leitaktion 1 – Lernmobilität von Einzelpersonen

Leitaktion 2 – Zusammenarbeit zur Förderung von Innovation und zum Austausch von bewährten Verfahren

Leitaktion 3 – Unterstützung politischer Reformen

Erasmus+ ist mit einem Budget in Höhe von rund 14,8 Mrd. Euro ausgestattet. Mehr als vier Millionen Menschen haben bis 2020 von den EU-Mitteln profitiert. Das jeweils auf sieben Jahre ausgelegte Programm soll Kompetenzen und Beschäftigungsfähigkeit verbessern und die Modernisierung der Systeme der allgemeinen und beruflichen Bildung und der Kinder- und Jugendhilfe voranbringen.

Informationen zu Erasmus+ finden Sie auf der Website der Europäischen Kommission.

Mit den Fördermitteln wird vor allem die Mobilität in Europa und seit 2015 in geringerem Umfang auch mit anderen Teilen der Welt gestärkt. Bis zum Jahr 2020 haben rund zwei Millionen Studierende von Erasmus+ profitiert, darunter über eine Viertelmillion aus Deutschland. Einbezogen wurden dabei Studierende in allen Studienzyklen bis einschließlich der Promotion, die ein Teilstudium oder Praktikum im Ausland absolvieren wollten.

Erasmus+ trägt zudem zur weiteren Internationalisierung der Hochschulen mit der Förderung von Kurzzeitdozenturen und Weiterbildungsaufenthalten für das Lehr- bzw. Verwaltungspersonal bei. Weiterhin können die Hochschulen Unternehmenspersonal aus dem Ausland zu Lehraufenthalten einladen und sich nun außerdem mit anderen europäischen Partnern (auch aus dem nicht-akademischen Bereich) an multilateralen Strategischen Partnerschaften beteiligen und gemeinsam innovative Projekte entwickeln (z. B. im Bereich der Curriculum-Entwicklung oder zu bildungsbereichsübergreifenden Themen). Für die Zusammenarbeit mit der Wirtschaft bietet Erasmus+ Förderung in den neuen Wissensallianzen an. Hochschulen, die sich im Bereich des Kapazitätenaufbaus in Drittländern engagieren wollen, können dies in den internationalen Hochschulpartnerschaften des Programms tun.

Die Fördermittel für die meisten Mobilitätsmaßnahmen und die Strategischen Partnerschaften werden in den 33 Programmländern (28 EU-Länder, Island, Liechtenstein, FYR Mazedonien, Norwegen, Türkei) von den Nationalen Agenturen vergeben. In Deutschland nimmt diese Aufgabe wie bisher der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) wahr.

Unter dem Dach des EU-Bildungsprogramms Erasmus+ werden folgende Mobilitätsmaßnahmen gefördert:

  • Auslandsstudium für Studierende (SMS)
  • Auslandspraktikum für Studierende (SMP)
  • Mobilität von Lehrenden (STA)
  • Mobilität von Personal (STT)

Veröffentlichung ECHE/EPS

Jede Hochschuleinrichtung, die am EU-Programm für allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport (hiernach „das Programm“ genannt“) teilnehmen und/oder sich darum bewerben möchte, muss über eine gültige Erasmus Charta für die Hochschulbildung (ECHE) verfügen.

Die ECHE wurde von der Europäischen Kommission vergeben. Sie beweist, dass eine Hochschule alle Voraussetzungen für eine erfolgreiche Teilnahme am Erasmus+ Programm erfüllt.

Gemäß den Vorgaben der Europäischen Kommission ist sowohl die ECHE als auch das European Policy Statement (EPS) auf den Internetseiten der Hochschule zu veröffentlichen.

ECHE

EPS

Die HföD ist eine Hochschule spezieller Art mit dem Auftrag, für berufliche Aufgaben in staatlichen und kommunalen Verwaltungen, für den Polizeidienst und bei Gerichten im ersten Studienzyklus auszubilden. Sie bereitet die Studierenden auf klar definierte Berufsfelder vor, die vielfältige Berührungen mit internationalen Fragen haben, wie die Integration von Ausländern oder die Gewährleistung europäischer Standards in der öffentlichen Verwaltung. Die nationalen Behörden sollen als positive Multiplikatoren europäischer Interessen fungieren. Entsprechend dem Leitbild der HföD müssen die Absolventen diese Kompetenzen erworben haben und in den Prüfungen nachweisen. Daher sind internationale und insbesondere europäische Aspekte als Studieninhalte festgelegt. Diese dem Berufsbild immanente Anforderung kann die HföD effektiv nicht ohne internationale Kooperationen erfüllen. Schon 1995 haben die Hochschulleitung und die Beschlussgremien entschieden, die Internationalisierung der Ausbildung besonders zu betonen und sich als einige der wenigen Hochschulen für die öffentliche Verwaltung an Mobilitätsprogrammen der EU zu beteiligen.

Unsere Partner wählen wir aktiv und gezielt aus, indem wir im Ausland nach Hochschulen suchen, die ebenfalls für die öffentliche Verwaltung ausbilden und so in den Studienprogrammen und in den Ausbildungszielen mit der HföD übereinstimmen. Unsere Anfragen stoßen immer auf positive Resonanz, sodass sich die Zahl der Partnerschaften jedes Jahr erhöht hat und erhöht: Sie liegt jetzt bei 23; diese Zahl ist für eine kleine Hochschule recht hoch. Weitere Partnerschaften sind angestrebt mit dem Ziel, ein Netzwerk von speziellen Hochschulen für den öffentlichen Dienst auszubauen.

Die Mehrzahl unserer Partnerhochschulen liegt in Mittel- und Osteuropa sowie in Zentralasien, entstanden durch das besondere Interesse, das der Prozess der Demokratisierung in diesen Ländern hervorgerufen hat, und durch unsere geografische Lage an der Ostgrenze Bayerns. Aber auch in Westeuropa sind mit Portugal und Spanien neue Partnerländer hinzugekommen.

Bei der Studierendenmobilität ist das in der Erklärung zur Erasmus Hochschulpolitik für 2007 bis 2013 genannte Ziel von 10% eines Jahrgangs inzwischen mehrmals überschritten. Eine weitere Steigerung ist vorgesehen, damit noch mehr Studierende durch die Inanspruchnahme einer Mobilität eigene internationale Erfahrungen gewinnen und so die erforderlichen persönlichen und fachlichen Kompetenzen für ihre spätere Berufstätigkeit entwickeln. In der Gegenrichtung bietet die HföD ihre Kapazitäten den Partnerhochschulen offensiv an. Die Mobilität für Teilnehmer mit Handicaps wird besonders gefördert. Wir arbeiten aktiv gegen Diskriminierungen.

Das Hochschulpersonal in Lehre und Verwaltung soll durch die wahrgenommenen Mobilitäten Einblick in vergleichbare Studienstrukturen und Studienprogramme erhalten und diese Erkenntnisse zur weiteren Entwicklung des Studiensystems der HföD nutzen. Die aus den Mobilitäten gewonnenen Erkenntnisse werden intern evaluiert und anerkannt. Umgekehrt sollen unsere Erfahrungen auch exportiert werden. Darüber hinaus sollen die Dozenten Einblicke in andere Lehr- und Studienformen wie E-Learning und Blended Learning erhalten und diese nach Bewertung auf die HföD übertragen. Eine Steigerung der Mobilitäten ist vorgesehen.

Die Ausbildung an der HföD findet im dualen System statt; Praktika sind daher obligatorische Elemente. Partner bei den Praktika sind ausländische Behörden und Einrichtungen des öffentlichen Sektors. Die bisherigen Erfahrungen haben gezeigt, dass hier mehr Eigeninitiative der Studierenden gefordert wird als bei den Studienaufenthalten, um die mit den Praktika verbundenen Probleme zu lösen. Die HföD wird mit Hilfe der Partnerhochschulen weitere Unterstützung leisten und die Zahl der Praktikanten steigern.

Insgesamt ist es das Ziel der HföD ein länderübergreifendes Netzwerk von Hochschulen, die für den öffentlichen Dienst ausbilden, auf den Weg zu bringen. So sollen strategische Partnerschaften in der öffentlichen Verwaltung entstehen, die in einem speziellen Berufsfeld mit genereller Wirkung für gute Lebensverhältnisse aller Bürgerinnen und Bürger sorgt und damit einen wichtigen Beitrag zur Strategie der EU leistet.

Die HföD wird ihre Projektarbeit fortsetzen und ausbauen. Die bisherigen Projekte konzentrierten sich auf das Thema, die Qualifikation von Verwaltungsbeamten neu u. a. am Maßstab von EU-Standards zu definieren und die dafür notwendigen Kompetenzen festzustellen, sowie Trainingsprogramme zu entwickeln und zu erproben. Zu den neuen Anforderungen gehören insbesondere Bürger- und Serviceorientierung, Kostenbewusstsein zur Behebung der Finanzkrise und die Gewährleistung einer Transparenz der Entscheidungen. Als Bildungseinrichtung für den öffentlichen Dienst beschäftigt sich die HföD vorrangig mit dieser Materie; dafür sind Experten als Referenten vorhanden, die ihre Kompetenzen aus Projekten gewonnen haben, die in den Programmen Tempus und Leonardo sowie bilateral mit osteuropäischen und zentralasiatischen Ländern gelaufen sind. Dabei kam es zu einem intensiven Austausch der Partner über Erfahrungen, zum gegenseitigen Input und zur Übernahme von Modulen. Solche Projekte wollen wir mit einer entsprechenden Bedarfsanalyse unter der neuen Programmgeneration der EU fortführen und mit Beteiligung von lokalen und regionalen Behörden ausbauen. Insbesondere ist daran gedacht, Standards einer demokratischen und autonomen Verwaltung nach Zentralasien zu exportieren. Auch deutsche Behörden werden mit ihren praktischen Erfahrungen einbezogen. Dadurch entsteht eine Wissensallianz, sodass wechselseitig die Internationalisierung weiter ausgebaut wird. Prinzipiell führt die HföD nur Projekte durch, bei denen das spezielle Fachwissen für den öffentlichen Dienst und die erworbenen Erfahrungen durchschlagen.

Durch ihren Auftrag, für ein spezielles, festgelegtes Berufsbild auszubilden, steht die HföD im engsten Kontakt zu den staatlichen Beschäftigungsbehörden und zu den lokalen und regionalen Behörden der Kommunen. Letztere sind bei einem Flächenland wie Bayern in der Überzahl. Diese klar bestimmte Zielgruppe hat einen starken Einfluss auf das Studienprogramm, nach dem Kompetenzen für festgelegte berufliche Aufgaben als Lernergebnisse erwartet werden. Jede neue Entwicklung in der öffentlichen Verwaltung verändert die Studieninhalte und Lernziele; kein nachfolgendes Studienprogramm ist identisch mit seinem Vorgänger. Umgekehrt spürt die HföD vorausschauend neue Aspekte auf, erforscht sie und beeinflusst so die Arbeitsweise der Praxis. Zwischen dem Fachstudium und der Berufspraxis besteht ein ganz enger Zusammenhang. Modernisierung im Sinne von ständiger Erneuerung zur dauerhaften Gewährleistung der Berufsfertigkeit ist eine zwingende Notwendigkeit zur Verbesserung der Qualität. Vor diesem Hintergrund ist auch die Teilnahme an Programmen der EU zu sehen mit dem Ziel, internationale Aspekte verstärkt einzubeziehen. Die Behörden fordern qualifizierte Beschäftigte mit hohen internationalen Fähigkeiten. Sie müssen Gesetze im Geist der EU anwenden.

Entsprechend den Anforderungen der Praxis haben internationale Aspekte erheblich an Bedeutung gewonnen. Sie finden mehr und mehr Einzug in die Studienpläne. Die Theorie allein sorgt nicht für nachhaltige Lernergebnisse. Hier bedarf es der eigenen Erfahrung durch Aufenthalte im Ausland. Diese Internationalisierung lässt sich nur mit einer Beteiligung am Programm der EU steigern. Dadurch erhöht sich die Qualität der Internationalisierung sowie insgesamt der Hochschulbildung deutlich. Außerdem wird die Beschäftigung bei europäischen Behörden auch für die Absolventen der HföD immer wichtiger.

Weiterhin wird die Programm-Teilnahme das Wissensdreieck zwischen Hochschule, der Forschung für die Praxis und den Kontakten zu den Behörden einschließlich der unternehmerischen Tätigkeit im öffentlichen Sektor befruchten. Deutlich zunehmen werden die schon jetzt eingeführten Seminar- und Diplomarbeiten der Studierenden zu internationalen und ländervergleichenden Themen mit Praxisbezug. Mit Substanz kann das nur jemand bearbeiten, der eigene Erfahrungen einfließen lassen kann.

Die Internationalisierung bringt auch für die Leitung der Hochschule neue Aspekte, weil durch diese Aktivitäten neue Einblicke entstehen. Eine Verbesserung der Finanzierung entsteht dadurch, dass die Heimatbehörden der Studierenden auch einen finanziellen Beitrag zum Aufwand der Mobilität leisten und es so zusammen mit den Mitteln aus dem Programm der EU zu einer Mischfinanzierung kommt.

Durch die Einführung eines Masterstudienganges steigert sich der Bildungsgrad, den die HföD vergibt. Internationale Projekte gehören dabei zum Pflichtprogramm. Weitere Masterstudiengänge sind vorgesehen.

Haftungsklausel

Dieses Projekt wurde mit Unterstützung der Europäischen Kommission finanziert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung [Mitteilung] trägt allein der Verfasser; die Kommission haftet nicht für die weitere Verwendung der darin enthaltenen Angaben.

Verweis auf DAAD

Weitergehende Information und Beratung zu den Erasmus+ Mobilitätsmaßnahmen erhalten Sie beim

Deutschen Akademischen Austauschdienst
Nationale Agentur für EU-Hochschulzusammenarbeit
Kennedyallee 50
53115 Bonn

Tel.: +49(0)228/882-8877
Fax: +49(0)228/882-555

E-Mail: 

Homepage: www.eu.daad.de