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Informationen zum Fachstudium

Bewerbung für die Ausbildung für den Einstieg in der dritten Qualifikationsebene in der Fachlaufbahn Verwaltung und Finanzen, fachlicher Schwerpunkt Sozialverwaltung

Bewerber für den Einstieg in der dritten Qualifikationsebene

Die Hochschule für den öffentlichen Dienst in Bayern ist eine verwaltungsinterne Einrichtung des Freistaates Bayern. Ein unmittelbarer Zugang zum Studium an unserem Fachbereich ist deshalb nicht möglich.

Das Studium setzt die Begründung eines Beamtenverhältnisses auf Widerruf bei einem bayerischen Dienstherrn, dem Freistaat Bayern oder einem Träger der Deutsche Rentenversicherung in Bayern, voraus. Daneben ist die Ausbildung im Angestelltenverhältnis bei dem Regionalträger Bayern Süd der Deutschen Rentenversicherung sowie der Bayerischen Versorgungskammer möglich. Diese Dienstherren weisen die Beamtin/den Beamten bzw. die Angestellte/den Angestellten der Fachhochschule zum Studium zu.

Ausbildung im Beamtenverhältnis:

Für die Aufnahme des Studiums im Beamtenverhältnis auf Widerruf ist die Teilnahme an einem landeseinheitlichen besonderen Auswahlverfahren (LPA-Verfahren) notwendig.

Dieses Auswahlverfahren wird vom

Bayerischen Landespersonalausschuss

Kardinal-Döpfner-Straße 4
80333 München
Tel. 089 2306-2901
E-Mail: poststelle(at)lpa.bayern.de

durchgeführt.

Die Auswahlprüfung für das Einstellungsjahr 2018 fand bereits statt.

Zum Auswahlverfahren für einen Studienplatz im Einstellungsjahr 2019 - Studium ab Herbst 2019 - können sich Interessierte  in der Zeit vom 20. März bis 8. Juli 2018 beim Landespersonalausschuss anmelden. Die Auswahlprüfung für Studienplätz 2019 findet am 8. Oktober 2018 statt.

Alle weiteren Informationen (u. a. zum Nachwuchsbedarf der einzelnen Dienstherren, zum Anmeldeformular und Literaturhinweise zur Vorbereitung auf die Auswahlprüfung) sind auf der Internetseite des Landespersonalausschusses veröffentlicht. 

Ausbildung im Angestelltenverhältnis:

Für die Aufnahme des Studiums im Angestelltenverhältnis muss ein Ausbildungsvertrag mit der Deutschen Rentenversicherung Bayern Süd oder der Bayerischen Versorgungskammer vorliegen. Auf deren Internetseiten wird diesbezüglich verwiesen (siehe hierzu unter > Studiengang/Fachrichtung Rentenversicherung).

Ausbildungsqualifizierung

Im Geschäftsbereich des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Integration (StMAS) können sich Beamtinnen und Beamte der zweiten Qualifikationsebene für die Ämter der dritten Qualifikationsebene der Fachlaufbahn Verwaltung und Finanzen (fachlicher Schwerpunkt Sozialverwaltung) sowie der Fachlaufbahn Justiz (Arbeitsgerichtsbarkeit) qualifizieren, die die Voraussetzungen des Art. 37 LlbG zur Zulassung zur Ausbildungsqualifizierung (Bewährung in einer Dienstzeit von mindestens drei Jahren nach Erwerb der dafür notwendigen Qualifikation / Positive Feststellung zur Eignung zur Ausbildungsqualifizierung gemäß Art. 58 Abs. 5 Nr. 1 LlbG in der letzten periodischen Beurteilung, die nicht länger als drei Jahre zurückliegen darf / Erfolgreiche Teilnahme an einem Zulassungsverfahren) erfüllen. Das Zulassungsverfahren richtet sich nach Teil 2 Abschnitt 2 der Verordnung über den fachlichen Schwerpunkt Sozialverwaltung (FachV-SozVerw). Es wird in der Regel im Jahr der Beurteilung von der Geschäftsstelle zur Durchführung des Zulassungsverfahrens an der Akademie der Sozialverwaltung durchgeführt, also in einem 3-Jahres-Rhythmus.

Das StMAS hat letztmals 2017 ein Zulassungsverfahren ausgeschrieben (Bekanntmachung vom 17.02.2017). Dieses wurde in der Zeit vom 22.06.2017 bis 05.07.2017 bei Anmeldung der Teilnahme bis spätestens 28.04.2017 bei derAkademie der Sozialverwaltung abgehalten.
Es ist nicht geplant, in den Jahren 2018 und 2019 ein derartiges Zulassungsverfahren durchzuführen. Mit einer erneuten Vornahme ist erst wieder im Jahr 2020 zu rechnen. Ein konkreter Termin wird hier bekanntgegeben, sobald er feststeht.

Gesondertes Auswahlverfahren

Voraussetzung für die Einstellung im Geschäftsbereich des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Integration und dem damit verbundenes Studium am Fachbereich Sozialverwaltung ist - neben der Teilnahme am Auswahlverfahren des Bayerischen Landespersonalausschusses - die erfolgreiche Teilnahme an einem gesonderten Auswahlverfahren.

Zweck dieses Auswahlverfahrens ist es, die Sozial- und Methodenkompetenz der Bewerberinnen und Bewerber in Auswahlgesprächen festzustellen.

Nähere Information entnehmen Sie der Verordnung über das gesonderte Auswahlverfahren im Geschäftsbereich des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Integration. Seit 25.10.2011 ist für den Vollzug dieser Verordnung bei der Akademie der Sozialverwaltung in Wasserburg a. Inn eine Geschäftsstelle errichtet.

Bei den Trägern der Deutschen Rentenversicherung in Bayern finden ähnliche Auswahlverfahren statt.

Ziel des Studiums

Beamte der Besoldungsgruppe A9 bis A12, sowie Beamte der Besoldungsgruppe A 13, die nicht in der vierten Qualifikationsebene eingestiegen sind, üben Funktionen in der qualifizierten Sachbearbeitung aus oder übernehmen Aufgaben auf der mittleren Führungsebene. Hierzu sollen die Studierenden im Studium die Kenntnisse und Fähigkeiten erwerben, die die fachliche und persönliche Eignung begründen. Ein wesentliches Ziel ist die zu einer vielseitigen Verwendbarkeit führende Selbstständigkeit im Denken und Handeln.

Das Fachstudium soll den Studierenden durch anwendungsorientierte Lehre auf der Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse eine auf die Aufgaben des gehobenen nichttechnischen Dienstes bezogene Bildung vermitteln, die zur Erfüllung der Dienstaufgaben befähigt. Zugleich soll die Fähigkeit des Studierenden zur Übernahme von Verantwortung in Staat und Gesellschaft entwickelt werden. Diese Ziele können bei der Breite des Berufsfeldes des nichttechnischen Dienstes in der Sozialverwaltung nicht so verstanden werden, dass der Beamte nach Abschluss seiner Ausbildung für jeden Tätigkeitsbereich sofort und uneingeschränkt verwendbar sein müsste. Es kommt vielmehr darauf an, dass der Studierende die umfassende Entscheidungs- und Handlungskompetenz erwirbt, die ihn auch befähigt, sich binnen kurzem in neue Tätigkeitsbereiche einarbeiten zu können. Zur Handlungskompetenz gehören auch der Erwerb der Methoden-, Medien- und Sozialkompetenz.

Ziel des Studiums an unserem Fachbereich ist es letztlich, die Studierenden zu Führungspersönlichkeiten heranzubilden, die umfassendes Fach- und Allgemeinwissen besitzen und die Fähigkeit haben, das erworbene "Know-How" in der Praxis, also bei den 3 Regionalträgern der Deutschen Rentenversicherung in Bayern bzw. den 7 Regionalstellen des Zentrums Bayern Familie und Soziales, umzusetzen.
Deshalb umfasst der angebotene Lehrstoff neben dem Sozialrecht die allgemeinen Rechtsfächer, aber auch Volks- und Betriebswirtschaftslehre, Finanzwissenschaft und Sozialwissenschaftliche Grundlagen des Verwaltungshandelns.

 

Dauer des Studiums

Das Studium dauert 3 Jahre und beginnt Anfang September. Es gliedert sich in das Fachstudium am Fachbereich und das berufspraktische Studium an der Ausbildungsbehörde.
Fachstudienabschnitte und berufspraktische Studienabschnitte wechseln sich dabei mehrmals ab. Das Fachstudium dauert insgesamt 19,5 Monate, das berufspraktische Studium dauert insgesamt 16,5 Monate.

Die Ausbildung wird durch die rücklwirkend zum 01.09.2011 in Kraft getretene Verordnung über den fachlichen Schwerpunkt Sozialverwaltung (FachV-SozVerw) vom 07.01.2013 geregelt.

 

Zeitplan für das Fachstudium

Überblick über die Studienabschnitte:

Ausbildungsabschnitt I
Teil I

0,5 Monate Einführungspraktikum an der Ausbildungsbehörde im September
Studienabschnitt I6,5 Monate Fachstudium in Wasserburg a. Inn von Mitte September bis Ende März

Ausbildungsabschnitt I
Teil II

5,5 Monate Berufspraktikum an der Behörde von April bis Mitte September
Studienabschnitt II
Teil I
3,5 Monate Fachstudium in Wasserburg a. Inn von Mitte September bis Dezember

Ausbildungsabschnitt II

3 Monate Berufspraktikum an der Busbildungsbehörde von Januar bis März
Studienabschnitt II
Teil II
3,5 Monate Fachstudium in Wasserburg a. Inn von April bis Mitte Juli

Ausbildungsabschnitt IIII
Teil I

5,5 Monate Berufspraktikum an der Ausbildungsbehörde von Mitte Juli bis Dezember
Studienabschnitt III6 Monate Fachstudium in Wasserburg a. Inn von Januar bis Juni
mit abschließender Qualifikationsprüfung

Ausbildungsabschnitt IIII
Teil II

2 Monate Berufspraktikum an der Ausbildungsbehörde von Mitte Juli bis September

Während des berufspraktischen Studiums ist mindestens eine Projektarbeit durchzuführen.

Nach dem Ende des Studienabschnittes II ist eine Diplomarbeit zu erstellen, die bis Ende Januar im Studienabschnitt III abzugeben ist. Dabei können ausgewählte Themen aus allen Studienfachgruppen unter Anwendung wissenschaftlicher Erkenntnisse und Methoden behandelt werden. Im Laufe des April ist dann die Arbeit in einem Vortrag zu präsentieren.

 

Ablauf des Fachstudiums

Die 3-jährige Ausbildung sowohl für die Fachrichtung Rentenversicherung als auch für die Fachrichtung Staatliche Sozialverwaltung beginnt am 01.09. des ersten Ausbildungsjahres mit einer zweiwöchigen Einführung bei den 3 Regionalträgern der Deutschen Rentenversicherung in Bayern bzw. bei den 7 Regionalstellen des Zentrums Bayern Familie und Soziales.

Der Studienabschnitt I am Fachbereich Sozialverwaltung der BayFHVR beginnt Mitte September und endet mit Ablauf des Monates März des ersten Ausbildungsjahres. In diesem 6 1/2-monatigen Zeitraum werden insgesamt fünf 5-stündige Klausuren geschrieben, und zwar drei im Recht der gesetzlichen Rentenversicherung bzw. im Sozialrecht, eine im Verfassungs- und Verwaltungsrecht und eine im Privatrecht. Zum Bestehen dieses Studienabschnittes I ist bei diesen 5 Klausuren mindestens ein Notenschnitt von 4,5 notwendig (die Notenskala reicht von 1 hervorragend bis 6 ungenügend).

Nach dem Praxisteil bei der Behörde beginnt Mitte September des zweiten Ausbildungsjahres der Studienabschnitt II Teil I. Dieser dauert 3,5 Monate, endet also mit Ablauf des Monates Dezember.  

Der Studienabschnitt II Teil II läuft in der Zeit von Anfang April bis Mitte Juli des zweiten Ausbildungsjahres. 

Im Studienabschnitt II sind 6 fünfstündige Klausuren im Fachrecht, Verfassungs- und Verwaltungsrecht und Privatrecht zu fertigen.

Der Studienabschnitt III läuft in der Zeit von Anfang Januar bis Ende Juni (es sind in diesem Zeitraum 6 Klausuren im Fachrecht, Öffentlichen Recht und Privatrecht zu fertigen).

Zusätzlich sind während des Studiums insgesamt fünf 2-stündige Klausuren aus den Gebieten Betriebswirtschaftslehre, Volkswirtschaftslehre, Finanzwissenschaft und sozialwissenschaftliche Grundlagen des Verwaltungshandelns I und II zu schreiben. Die Ergebnisse fließen in die Examensnote mit ein. 

Unmittelbar nach dem Ende des Studienabschnitts III folgt der schriftliche Teil der Qualifikationsprüfung, der 6 fünfstündige Klausuren umfasst. Die Prüfung endet mit dem abschließenden mündlichen Teil.

Mit Ablegung der mündlichen Prüfung sind die Studierenden bis Ende September bzw. Oktober in der Praxis, also bei ihren Behörden tätig.

Die Anstellung erfolgt bei den Regionalträgern der Deutschen Rentenversicherung in Bayern üblicherweise zum 01. Oktober, bei den Regionalstellen des Zentrums Bayern Familie und Soziales zum 01. November.