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Eröffnungstag am Bildungszentrum Sozialverwaltung am 19. September 2016

AUSBILDUNGSBEGINN AM BILDUNGSZENTRUM DER SOZIALVERWALTUNG

So viele "Neue" wie seit 15 Jahren nicht

Auf zur "BiZSoz-Rallye": Die Neuen sollen möglichst schnell Orientierung bekommen und sich kennenlernen. Hier beantwortet Tanja Schaller-Weber (hauptamtliche Lehrkraft an der Akademie) Fragen zum Lehrplan.

Diese Woche trafen 127 Nachwuchskräfte der Sozialverwaltung aus ganz Bayern in Wasserburg ein. Da die Rentenversicherung ihre Einstellungszahlen deutlich erhöht hat, wird es eng am Bildungszentrum, manche Einzelzimmer mussten zu Doppelzimmern umgestaltet werden.

Wasserburg – Im Rahmen ihres dreijährigen Studiums (dritte Qualifikationsebene) oder ihrer zweijährigen dualen Ausbildung (zweite Qualifikationsebene) werden die 127 Neuen jeweils ihre theoretischen Lernabschnitte am Bildungszentrum Sozialverwaltung absolvieren.
Um 10 Uhr versammelten sich alle neuen Nachwuchskräfte im Foyer und wurden dort von den Leitern der beiden Einrichtungen, Brigitte Schulan, Akademie der Sozialverwaltung (Akademie) und Rainer Schmid, Fachhochschule für öffentliche Verwaltung und Rechtspflege in Bayern, Fachbereich Sozialverwaltung (FHVR) begrüßt. Brigitte Schulan blickte dabei gleich in die Zukunft und wies darauf hin, dass in zwei beziehungsweise drei Jahren der Abschied von Wasserburg dann schwer fallen werde, wenn die Neuen Folgendes beachteten: Erstens sei es wichtig, einander im Bildungszentrum mit Respekt zu begegnen und aufeinander Rücksicht zu nehmen. Zweitens sollten sie das Lernen nicht auf die lange Bank schieben, um den Anschluss nicht zu verpassen. Auch Schmid unterstrich die Anforderungen, die auf die Neuen warten. Bei aller Ernsthaftigkeit bedeute die Studienzeit aber auch eine spaßige, freudige Zeit.

BiZSoZ-Rallye

Anschließend wurden die Anwärter und Studierenden der einzelnen Qualifikationsebenen und Fachrichtungen bunt gemischt, um sich auch außerhalb der späteren Klassenverbände kennen zu lernen. Mit verschiedenen Arbeitsaufträgen waren die Neuen dann im gesamten Bildungszentrum unterwegs um mit dem Lehr- und Verwaltungspersonal Interviews zu führen und so ihre neues Umfeld intensiv zu erkunden.

Dazwischen gab es natürlich eine Stärkung in der Mensa, die seit Anfang September einen neuen Pächter hat. Die Neuen zeigten sich rundum zufrieden mit der Verpflegung.


Die Anwärter der zweiten Qualifikationsebene (28 Anfänger) werden im Rahmen einer zweijährigen Ausbildung auf die Tätigkeit bei den Arbeits- und Sozialgerichten oder beim Zentrum Bayern Familie und Soziales (ZBFS) vorbereitet, die fachtheoretische Ausbildung findet an der Akademie statt.
Die Anwärter der dritten Qualifikationsebene (99 Anfänger) werden im Rahmen einer dreijährigen Ausbildung auf die Tätigkeit beim ZBFS oder einem Regionalträger der Deutschen Rentenversicherung und erstmals auch bei der Bayerischen Versorgungskammer vorbereitet. Das Studium wird an der FHVR absolviert.


Im Bildungszentrum Sozialverwaltung finden neben den Ausbildungen auch zahlreiche Fortbildungen – in erster Linie für die Beschäftigten im Geschäftsbereich des Staatsministeriums für Arbeit und Soziales, Familie und Integration (StMAS) – statt. Insgesamt stehen 16 Hörsäle sowie rund 200 Zimmer für Aus- und Fortbildung zur Verfügung.

Wasserburger Zeitung vom 26.09.2016